Beim Bau oder Kauf eines Hauses lohnt es sich durchaus, genauer auf den KfW-Effizienzhaus-Standard zu achten. Zu den Eigenschaften eines solchen Energiehauses gehören nicht nur Wohnkomfort und Werterhalt. Denn auch die Einsparungen in puncto Heizkosten können dank gut gedämmter Gebäudehülle sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien beträchtlich ausfallen. Darüber hinaus hält die staatliche KfW-Bank für ein Energiesparhaus das attraktive Programm KFW 153 parat.

EnEV sieht für Energiesparhaus strenge Vorgaben vor

Wer heute baut, muss im Rahmen von Planung und Durchführung der Arbeiten die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten. Diese definiert Höchstwerte, die bausolide Referenzgebäude einhalten müssen. Neu entstehende Immobilien müssen demnach mindestens einem KFW-Effizienzhaus 100 entsprechen. Noch günstiger Fallen die Heizkosten mit einem Energiesparhaus nach KFW-Standard 55 aus. Die Kennziffer sagt hierbei aus, dass dieses Gebäude 45 Prozent weniger Primärenergie als ein vergleichbarer Neubau nach KFW-Standard 100 verbraucht. Ein KFW Effizienzhaus 40 benötigt sogar 60 Prozent weniger Energie. Für das Standard KFW-Effizienzhaus 40+ benötigen Sie weitere Anlagen und Geräte, etwa zur Lüftung und Stromerzeugung. Im Mittelpunkt stehen neben der Gebäudehülle auch die im Gebäude genutzte Anlagentechnik inklusive der Verluste, welche bei Übergabe, Speicherung, Verteilung sowie Erzeugung von Wärme entstehen. Darüber hinaus wird in der Energiebilanz auch die Effizienz des Energieträgers bewertet. Als Hauptanforderungsgröße der EnEV gilt der sogenannte Jahresprimärenergiebedarf, welcher neben der Effizienz des Energieträgers auch den Energiebedarf für Kühlung, Lüftung, Warmwasser sowie Heizung beschreibt.

Bausolide Energiesparhäuser werden staatlich gefördert

Um den jeweiligen Standard erreichen und eine Förderung nach dem Programm KFW 153 erhalten zu können, verlangt die KFW-Bank die bausolide Umsetzung diverser Maßnahmen. Unter anderem erfordert das KFW -Programm das Heizen anhand Wärmepumpe, Biomassen- oder Holz Pelletheizung, eine Solaranlage für die Trinkwassererwärmung sowie Fenster mit Spezialrahmen und Dreifachverglasung. Ferner schreibt die KFW-Bank für das Programm KFW 153 in puncto Dach- und Außenwanddämmung eine bestimmte Dicke vor.

Hinweis: Mit jeder Neuauflage der EnEV – zuletzt in 2016 – fielen die Anforderungen des Gesetzgebers für bausolide Neubauten im jeweiligen KFW -Programm strenger aus. Zuletzt stiegen die Primärenergiestandards um 25 Prozent sowie der Wärmeschutz der Gebäudehülle (Transmissionswärmeverlust) um bis zu 20 Prozent.

KFW-Programm – Welche Voraussetzungen die Fördermaßnahme KFW 153 vorsieht

Energieeffizientes Bauen belohnt die KFW-Bank über das KFW -Programm mit äußerst attraktiven sowie zinsgünstigen Darlehen. Fällt die Energieeinsparung sehr hoch, winkt Ihnen zusätzlich sogar ein Tilgungszuschuss. Mit dem Programm KFW 153 fördert die KFW-Bank alle Neubauten, die einer KFW-Effizienzhausklasse (KFW 55, KFW 40 oder KFW 40+) entsprechen. Die Darlehensförderung sowie Tilgungszuschüsse nach dem KFW -Programm erhalten Sie, wenn Sie folgende Anforderungen erfüllen:

  • Energiesparhaus 55 nach KFW 153

    Der Energiebedarf muss mindestens 55 Prozent unter dem vom Gesetzgeber erlaubten Werts ausfallen. Zudem ist der Wärmeverlust gegenüber Referenzgebäude um 30 Prozent reduziert.

  • Energiesparhaus 40 nach KFW 153

    Der Energiebedarf liegt 40 Prozent unter dem vom Gesetzgeber erlaubten Primärenergiebedarf. Ferner fällt der Wärmeverlust gegenüber dem Referenzgebäude um 45 Prozent geringer aus.

  • Energiesparhaus 40+ nach KFW 153

    Der Energiebedarf fällt um mindestens 40 Prozent geringer als der vom Gesetzgeber erlaubte Primärenergiebedarf aus. Gegenüber dem Referenzgebäude ist der Wärmeverlust zudem um 45 Prozent geringer.

Monolithische Bauweise erfüllt KFW-Programm-Vorgaben

Im Zusammenhang mit einer Dämmung nach KFW 153 denken zahlreiche Bauherren zunächst an einer dicken Außenwand mit besonders starken Dämmmaterialien. Allerdings ist es so, dass sich die Anforderungen der EnEV und des KFW-Programms auch anders Einhalten lassen. Eine äußerst sinnvolle Alternative, um eine Förderung nach KFW 153 zu erhalten, stellt die monolithische Bauweise dar. Im Rahmen des einschaligen Mauerwerks handelt es sich um Wände, welche abgesehen von Mörtel und Putz ohne eine zusätzliche außen angebrachte Dämmstoffschicht auskommt. Die bauphysikalischen Eigenschaften erfüllen die Voraussetzungen des KFW-Programms und sorgen für ein gesundes und angenehmes Raumklima. Ferner führt die hohe mechanische Beanspruchbarkeit zu einem besonders widerstandsfähigen Mauerwerk. Dieses wiederum trägt zu niedrigen Betriebskosten bei, zumal Wartungsarbeiten und Reparaturen auf ein Minimum reduziert werden. So bleibt Ihr Haus frei von Schwachstellen und winddicht. Und eine Förderung nach KFW 153 können Sie bereits deshalb beanspruchen, weil das monolithische Wandsystem aus Porenbeton oder Wärmedämmziegel sämtliche Vorgaben des Passiv- und Niedrigenergie Hausstandard erfüllt. Das ökologische Material weist nicht zuletzt einen hohen Brandwiderstand auf und verhindert zuverlässig die Ausbreitung von Qualm-, Gas- und Rauchentwicklung im Brandfall. Sie sparen jedoch nicht nur dank KFW-Programm: Weil ein monolithisches Ziegelhaus wertbeständig ist und eine hohe Lebensdauer aufweist, winken Ihnen in vielen Fällen günstigere Kreditkonditionen im Rahmen einer Finanzierung.

Energiesparhaus sichert KFW-Förderung

Energiekosten sparen und dabei auch Fördergelder der KFW-Bank erhalten: Das verspricht das Programm KFW 153. Mit diesem KFW-Programm sichern Sie sich so einen doppelten Vorteil! Dank geringer Wärmeverluste sowie den Einsatz umweltfreundlicher Energietechniken profitieren Sie nämlich von einem zinslosen Darlehen sowie attraktiven Tilgungszuschüssen der staatlichen KFW-Bank nach dem Programm KFW 153.